DIE GESCHICHTE DES TEES
Die Geschichte des Tees reicht weit zurück, bis circa 2000 vor Christi. Nur in China wuchsen damals wilde Teesträucher und die Einheimischen schätzten sie wegen ihrer starken Heilkraft. Man benutzte die Blätter vor allem gegen Kopfschmerzen, Müdigkeit und den Verlust der Sehkraft im Alter. Auch heilende Salben wurden daraus hergestellt.
Um 400 vor Christus begannen die Menschen allmählich, den Tee als Genussmittel zu trinken. Während der Ming-Dynastie wurden die Blätter erstmal so aufgebrüht, wie wir dies heute immer noch tun.
Etwa 800 Jahre später schaffte der Tee den Sprung nach Japan, wo er vor allem von den dort ansässigen Mönchen zur Meditation getrunken wurde.
Im 17. Jahrhundert gelangte das Genussmittel dann über holländische und britische Händler nach Europa. Von Großbritannien über Deutschland wurde der Tee bald auf dem ganzen Kontinent bekannt und beliebt.
Der Transport der Blätter war allerdings sehr beschwerlich und zeitaufwendig. Der schnellere Weg über die Meere führte meist dazu, dass der Tee nach Salz, Fisch und anderen Dingen schmeckte, nur eben nicht mehr nach Tee. So mussten die Händler den langen Landweg über Russland wählen, weshalb der Tee bei uns auch lange Zeit als „Russischer Tee“ bezeichnet wurde.
Erst im 18. Jahrhundert gelangte der Tee auch in die USA, wo er prompt in die Geschichte einging. Die Siedler in der neuen Heimat waren empört über die überteuerten Steuern, die die East India Trading Company von ihnen verlangte. Der Konflikt gipfelte in der berühmten Boston Tea Party, wo einige als amerikanische Uhreinwohner verkleidete Siedler eine ganze Teeladung im Hafenbecken versenkten.